Was ist Elektrosmog ?
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Smog ist die Verquickung von smoke (Rauch) und fog (Nebel) und bedeutet soviel wie "dicke Luft", eine kritische Luftbelastung, speziell in Innenstädten mit viel Autoverkehr oder in Industriegebieten mit vielen Abgasen. Elektrosmog will analog hierzu die Strahlenbelastung durch technische Felder umschreiben und vor deren Gefahren warnen.
Die verschiedenen Elektrosmog-Felder
1. Elektrische Wechselfelder (Niederfrequenz)
Elektrische Wechselfelder entstehen als Folge elektrischer Wechselspannung in Installationen, verkabelten Wänden, Leitungen, Geräten, Steckdosen, Schaltern, Lampen, Verteildosen, etc. Das elektrische Feld besteht immer, sobald eine Spannung anliegt, als auch dann wenn das Gerät, der Stromverbraucher, nicht eingeschaltet ist. Unser Körper nimmt elektrische Felder seiner Umgebung wie eine Antenne auf und steht dann unter Spannung. Elektrische Wechselfelder bewirken, soweit die Wissenschaft bisher weiss (und das ist im Gegensatz zu magnetischen Feldern, noch nicht viel!) in Körper künstliche Wirbelströme, Stromflüsse, Ladungsumkehrungen, Zell- und Nervenreize. Elektrische Wechselfelder können mit geeigneten Massnahmen, wie abgeschirmten Leitungen, etc. massiv verringert werden.
2. Magnetische Wechselfelder (Niederfrequenz)
Magnetische Wechselfelder entstehen als Folge von fliessendem elektrischem Wechselstrom in Installationen, Leitungen, Geräten, Transformatoren, Motoren, Maschinen, Spulen, Drosseln, Lampen und Leuchten, etc, immer dann, wenn der Verbraucher eingeschaltet ist. Wenn sich unser Körper in einem magnetischen Wechselfeld aufhält, so wird er ungehindert durchströmt, wir stehen "unter Strom". Magnetische Wechselfelder induzieren im Körper unnatürliche Spannungen und Wirbelströme. Viele anderer biologische Effekte, von Hormonstörungen bis Leukämie, Krebs werden immer wieder bestätigt, diskutiert und weiter erforscht. Magnetische Felder sind nur sehr schwer, und meistens mit grossem Aufwand beeinflussbar und/oder reduzierbar.
3. Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz)
Elektromagnetische Wellen werden drahtlos durch die Luft übertragen. Sie entstehen wenn Sender senden und Funker funken. Z.B. Radio- und Fernsehsender, Mobilfunk, Daten- und Richtfunk, Funkrufdienste, Amateur- und CB-Funk, Feuerwehr, Polizei, Taxi und Industriefunk, Radar-, Flughafen, Flugzeug, Schifffahrt, Militär und Zivil, Satelliten, Sicherheits- und Alarmanlagen, schurlose Babyphone, Mikrowellenherde, Funktelefone (DECT, Ct1+, etc,), Funkfernsteuerungen für Spielsachen, etc. Der Mensch ist eine lebende Empfangsantenne für elektromagnetische Strahlen seiner Umgebung. Starke Strahlungen sind fähig, Körper oder Körperteile zu erwärmen, man spricht dann vom thermischen Effekt. Die biologische Wirkung durch schwächere Strahlung, die noch keine Erwärmung verursachen, werden international auf Hochtouren erforscht: Nervenreize, Zellkommunikations- und Stoffwechselstörungen, genetische Defekte, psychische Störungen, Schwangerschafts- und Hormonprobleme, Hinrstromveränderungen, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Krebs…. Wissenschaftliche Untersuchungen finden zunehmend neue nichtthermische Probleme, die Erkenntnisse über Schädigungen an Mensch und Natur nehmen zu. Elektromagnetische Wellen lassen sich mit geeigneten Massnahmen massiv Reduzieren. Die Anwendung von solchen Massnahem ist jedoch nicht unproblematisch und bedingt ein fundiertes Wissen.
4. Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
Elektrische Gleichfelder entstehen durch elektrische Gleichspannungen an z.B. Kunsthoffoberflächen und Synthetikfasern in z.B. Teppichen, Gardinen, Tapeten, Schaumgummi, Bildschirmen, …. Im Organismus provoziert Elektrostatik elektrische Ladungsverteilungen, Ströme und Spannungsabfälle. Der Körper wird unter Spannung gesetzt und entlädt sich an geerdeten Teilen schockartig. Kaum ein anderer Faktor hat derart nachteilige Auswirkungen auf das Raumklima wie Elektrostatik. Elektrostatik lässt sich mit den richtigen Materialien einfach verhindern.
5. Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)
Magnetische Gleichfelder entstehen wenn Gleichstrom fliesst. Der bekannteste Gleichstromverursacher ist die Erde selbst (Erdmagnetfeld). Technische magnetische Gleichfelder entstehen auch durch magnetisierte Metalle wie Stahl. Diese verzerren und überlagern das natürliche Erdmagnetfeld. Magnetische Gleichfelder durchströmen den Körper ungehindert. Sie wirken depolarisierend auf Zellen und erzeugen im Organismus elektrische Spannungen. Magnetische unhomogene Gleichfelder können ausgeglichen werden. Diese Entmagnetisierung ist jedoch sehr aufwendig.
6. Radioaktivität (Gammastrahlung, Radon)
Ähnlich wie Magnetfeldern ist die Radioaktivität ein natürliches Phänomen, und hier ist des wieder die Erde, welche relativ starke radioaktive Strahlung verursacht. Radioaktivität kommt auch aus dem Kosmos, aus Luft, Wasser und Nahrung und aus medizinischen Anwendungen. Radon ist ein natürliches radioaktives Gas. Es reichsert sich in der Raumluft durch die Ausgasung aus der Erde oder aus radioaktiv auffälligen Baustoffen an. Gefährlich sind neben dem Gas auch die Radonfolgeprodukte, welche sich in der Raumluft über z.B. Staubpartikel verbreiten. Radioaktivität gehört zu den ionisierenden Strahlen. Jede erhöhte radioaktive Dosis, jede, auch die kleinste, könnte das entscheidende zellschädigende Zünglein an der Waage sein. Deshalb sollte die Summe aller radioaktiven Belastungen so gering wie nur möglich gehalten werden.
7. Geologische Störungen (Erdmagnetfeld, Erdstrahlung)
Erdstrahlungen und Erdmagnetfelder sind unser ständiger Begleiter aus dem Bodengrund. Allerorten zeugt eine simple Kompassnadel von der magnetischen Kraft unserer Erde. So genannte geologische Störungen sind Zonen veränderter Erdaktivitäten. Hier sind im Vergleich zum Durchschnitt auffällige Anomalien messbar: Die radioaktive Erdstrahlung ist verändert und die Flussdichte des Erdmagnetfeldes nimmt unharmonisch zu oder ab. Geologische Störzonen sind Folgen von z.B. unterirdisch fliessendem Wasser, terrestrischen Auffälligkeiten wie Spalten, Verwerfungen, Klüften, Brüchen, etc.. Nicht nur die Baubiologie, auch die Geologie als Wissenschaft bedient sich dieser Terminologie. Einer geologische Störzone kann nicht verändert werden, jedoch können die Aktivitäten auf solchen Zonen meistens bestimmt werden.
8. Schallwellen (Luftschall, Körperschall)
Unter Schallwellen verstehen wir Lärm, Infra- und Ultraschall, Schwingungen und Vibrationen. Schall ist Bestandteil unseres Alltags. Er ist meist angenehm und lebenswichtig (Musik, Vogelgezwitscher, etc.). Lärm, da ist unerwünschter, störender oder gesundheitsschädlicher Schall. Infra- und Ultraschall, das ist nicht hörbarer Lärm im Bereich oberhalb oder unterhalb des für menschliche Ohren wahrnehmbaren Frequenzbereichs. Infraschall und mechanische Schwingungen können nervenzehrende Vibrationen bewirken. Lärm wird nicht nur durch die Ohren gehört, sonder auch vom Körper und Psyche empfangen und verarbeitet.
